HSS  / Schnellarbeitsstahl /

Schnellarbeitsstahl, vor allem bekannt durch das vom englischen Namen High Speed Steel abgeleitete HSS (Kürzel nach EN ISO 4957 HS), bezeichnet eine Gruppe legierter Werkzeugstähle mit bis zu 2,06 % Kohlenstoffgehalt und bis zu 30 % Anteil an Legierungselementen wie Wolfram, Molybdän, Vanadium, Kobalt, Nickel und Titan.

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Diese bilden beim wiederholten Anlassen zusammen mit dem Kohlenstoff die für den Einsatzzweck maßgeblichen Sekundärcarbide.

Neben Schnellarbeitsstahl existieren eine Reihe weiterer Namen für diese Stahlsorte. Aus der englischen Abkürzung HSS sind beispielsweise Hochleistungsschnellarbeitsstahl oder Hochleistungs(schnell)schnittstahl abgeleitet, aber auch Schnellschnittstahl ist weit verbreitet. Häufig werden zur besseren Lesbarkeit auch ein oder mehrere Bindestriche in die Namen eingefügt.

Der Schnellarbeitsstahl wurde durch die Amerikaner Frederick Winslow Taylor und Maunsel White um 1900 erfunden, die dafür auch in Europa große Bekanntheit erlangten, da er erlaubte, die Schnittgeschwindigkeit auf etwa das dreifache zu erhöhen.

Die Bezeichnung von HS-Stählen ist derzeit in der Norm EN ISO 4957 festgelegt. Sie besteht aus den Buchstaben HS (nach der abgelösten Vorgängernorm DIN 17350: S) und folgend, mit Bindestrich getrennt, die durchschnittlichen prozentualen Anteile der Legierungsbestandteile Wolfram (W), Molybdän (Mo), Vanadium (V) und Kobalt (Co). Für Merksätze siehe Artikel Stahlsorte#Schnellarbeitsstähle.

Beispiel: HS 12-1-4-5 enthält ca. 12 % Wolfram, 1 % Molybdän, 4 % Vanadium und 5 % Kobalt.

Nach den Legierungsbestandteilen Wolfram und Molybdän werden die Schnellarbeitstähle allgemein in vier Gruppen unterteilt mit:

2 % W und ca. 1 % Mo

12 % W und ca. 1 % Mo

6 % W und ca. 5 % Mo

18 % W und ca. 9 % Mo

HS-Schneidwerkzeuge werden gewöhnlich eingesetzt als Bohrer (Spiralbohrer, Zentrierbohrer), Gewindeschneidwerkzeuge, Sägeblätter, Fräswerkzeug und Drehmeißel, aber auch als Walzenwerkstoffe.